Fast and Healthy (Zuckefrei) - Lauwarmer Rotkohlsalat mit Ziegenkäse.

Fast and Healthy soll es bei mir ja auch im Winter sein. Und da ich mich momentan ja auch im Zuckerfreien Modus befinde, habe ich auch darauf Acht gegeben. 

Das Rezept für diesen Rotkohlsalat ist also nicht nur schnell gemacht, es ist auch clean und ohne Zucker und eben verdammt lecker!



Und da ich bei meinen Fast and Healthy Rezepten nicht mit ellenlangen Vorgeschichten ablenken möchte, gibbet das Rezept jetzt direkt - gequatscht wird in den nächsten Post bestimmt wieder mehr;)

Lauwarmer Rotkohlsalat mit Ziegenkäse


Für zwei Portionen benötigt ihr

1 Rotkohl
1 Apfel
1 kleines Stück Ingwer
1 EL Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne
1/2 Rolle Ziegenkäse
Kokosöl
Salz
Reisessig

Nehmt einen großen Kopf und schmelzt darin das Kokosöl. Dann kommt schon der klein geschnippelte Rotkohl hinein, den ihr darin anschwitzt.

Nun den Ingwer ganz klein Würfeln - wenn ihr ne Raspel zu Hand habt noch besser - und gebt ihn zum Rotkohl.

Dann etwa 1 EL Reisessig (der ist etwas milder als der normale Essig) und das Salz hinzufügen und damit den Rotkohl abschmecken. 

Zum Schluß den Apfel in kleine Würfel schneiden und die mit dem Kernemix unter den Rotkohl mischen.

Lauwarm in Schalen füllen und diese mit Ziegenkäse belegen - der schmilzt dann noch ein bisschen, wenn der Kohl noch schön warm ist!


Ich entscheide mich für mich.

Es ist ein regnerischer kalter Sonntag und ich liege auf meinem Sofa und denke nach.

Es ist nicht so ein Nachdenken, das sich wie ein Karussell nur im Kreis dreht. Es ist ein Nachdenken, das ganz plötzlich ein "Aha" auslöst.

Aha. So ist das. 

Monate habe ich mich selbst gesammelt. Ich habe das hier schon erwähnt. Es waren einfach sehr anstrengende Monate für mich. Und noch mehr, denn nach Monaten kommen Jahre und manchmal dauern Dinge einfach auch länger als man sich das wünscht.

Aber jetzt, an diesem Sonntag mit mir und meinen Gedanken macht es auf einmal ganz, ganz laut "klick". 

Ich habe mich so oft gefragt, was mir gut tut, was mich glücklich und, was mein Leben lebenswerter macht. Dabei habe ich ganz oft versucht, anderen einen Gefallen zu tun. Anderen irgendwie zu gefallen.


Ich habe Monatelang an der Vergangenheit fest gehalten. Nicht an einer Person, sondern an einem Gefühl. Dem tröstenden Kuss, der wärmenden Umarmung oder einfach nur einem offenen Ohr, das sich den Scheiß vom ganzen Tag von dir anhören will.

Ich habe mit den Dates, die ich in den vergangenen Monaten hatte, meine ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Eine Erfahrung war aber oft dieselbe. Nämlich, dass ich schnell meine Ruhe wollte. Mich auf meine Wohnung und mein eigenes Bett gefreut habe und keine "nette" Nachricht empfangen wollte, in der die Frage stand, wann man mich denn wieder sehen kann.

Ich wollte gar kein Wiedersehen. Nicht bei Mann Nr 1 und nicht bei Mann Nr 5.

Und ich habe mich oft gefragt, was dieser Störfaktor für mich wohl ist, der mich gar nicht auf das Mehr eines Menschen neugierig macht.

Und an diesem Sonntag höre ich mich in meinen eigenen Gedanken sagen: Ich brauche das zur Zeit doch gar nicht. Ich will eigentlich nur für mich sein. 

Ich möchte keine Einsamkeit aber ich möchte mich selbst wählen.

Ich denke, dass man das unter gesunden Egoismus einsortieren kann. Schließlich ist der nächste Gedanke auch, dass ich mich jahrelang gar nicht wirklich um mich gekümmert habe.

Dabei möchte ich selber nur für mich entscheiden, ob mir rosafarbene Haare gerade gut tun. Oder, wohin das nächste Tattoo kommen soll.

Ich möchte mir keine Gedanken darüber machen, ob jemand meine zerrissene Jeans doof findet. Oder, wie das bei anderen so ankommt, dass ich diesen Blog habe und, dass ich auf meinem Insta-Account auch einfach mal Selfies poste, wenn mir danach ist.

Ich möchte Einhornbettwäsche und Katzen im Bett, wenn mir danach ist. Ich möchte mit meinen Freundinnen bei vielem Wein in abgeschrabbelten Schuppen sitzen und über das Leben lachen.

Wenn ich Lust darauf habe, möchte ich verreisen, selbst dann, wenn mein Konto gerade eher Brot und Wasser schreit.

Ich möchte die Stadt, den Job und die Musik wählen können, auf die ich stehe und nicht, auf die jemand anderes neben mir abfährt.


Mir geht es nicht darum, dass ich niemanden um mich herum haben will. Aber Herzensmenschen, die finden die oben genannten Dinge von mir gut und schätzen mich dafür.

Und die sind mir mindestens genau so wichtig, wie ich es mir selbst bin.

Und deswegen wähle ich sie, meine Familie, meine Freunde, meine lieben Menschen um mich herum. 

Und  ich wähle mich. 

Und bis ich mich so fühle, dass jemand anderes auch in diesen Kreis treten darf, entscheide ich mich weiter für mich.

Weiter für meine Entwicklung, die ich selber antreibe. Weiter für Abenteuer und Neuentdeckungen, die ich mir aussuche.

Denn schließlich geht es doch auch darum. Dass man mit sich selbst so zufrieden ist, dass man sich selbst liebt.

Dass man sich so um sein Selbst kümmert, dass man zu der Person wird, die man am liebsten um sich herum hat.

Life Changing Bread und warum ein Zuckerverzicht gerade jetzt so gut tut.

Das neue Jahr ist fast drei Wochen alt und trotzdem kommt es mir so vor, als wäre Weihnachten erst gestern gewesen.

Und die Schokofresskalation dazu.

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit dreh ich nämlich ziemlich ab und schraube mir jeden Lebkuchen, jeden Schokokringel und Dominostein, der mir nur in die Finger kommt, in Sekundenschnelle rein. Kalorien im Dezember zählen ja nicht, ne?!

Dazu kommen dann noch Leckereien, die so im Büro rumfliegen und die dann gerne auch schon morgens vor dem "richtigen" Frühstück.


Ich habe dann einen richtig fiesen Drang nach Süßem und kann dem auch kaum widerstehen. Wenn ich da mal in mich gehe, merke ich, dass Zucker wirklich zur Sucht werden kann. Morgens schon ein Stück Schoki, nachmittags gegen das bekannte Tief dann auch schnell mal nen Schokoriegel.

Zum Glück spielt Sport bei mir seit vielen Monate eine so große Rolle, dass sich dieser massenhafte Zuckerkonsum nicht zu sehr auf der Waage bemerkbar macht.

Nerven tut mich das aber trotzdem immer wieder aufs Neue.

Im letzten Jahr habe ich schon mal einen gesamten Monat vollkommen auf Süßkram verzichtet und mich damit ziemlich gut gefühlt. Dieses Jahr habe ich genau an Neujahr wieder damit angefangen. Dazu habe ich mich noch mehr mit dem Thema Zucker beschäftigt und lasse nicht nur Weingummi, Schoki und Co weg, sondern versuche wirklich jeden Zucker von meinen Mahlzeiten fern zu halten.

Ich möchte langfristig wieder achtsamer mit meinem Zuckerkonsum und den Lebensmitteln, die ich so zubereite, umgehen, 

Knapp drei Wochen halte ich schon gut durch und es klappt total gut und besser als ich erwartet habe. Und wisst ihr was? Ich hatte im letzten Jahr immer wieder mit fiesen Kopfschmerzen zu tun. Seit Neujahr hatte ich keinen Koppes mehr, der mich ne Ibuprofen nehmen ließ. 

Wenn man sich mit dem Zuckerverzicht und dem gesamten Clean Eating Thema beschäftigt, gelangt man irgendwann zum Life Changing Bread. Bekloppter Name? Jepp. da stimme ich euch zu. Das ursprüngliche Rezept stammt vom Blog My New Roots und im Netz befinden sich schon zahlreiche Variationen.



Ich reihe mich nun auch da ein und präsentiere euch heute meine glutenfreie Variante (und übrigens das erste Brot, das ich jemals gebacken habe!):

Life Changing Bread


Für ein Brot benötigt ihr

140 g Buchweizenmehl
1/2 Becher Hanfsamen
2 El Chiasamen
1 Becher glutenfreie Haferflocken (oder Reisflocken/Sojaflocken)
1/2 Becher Leinsamen (am besten geschrotet)
1 Becher Nüsse
4 El Flohsamenschalen
3 El geschmolzenes Kokosöl
1 Tl Salz
1 1/2 Becher Wasser

Alle trockenen Zutaten vermischen, dann das flüssige Öl und das Wasser mit den trockenen Zutaten verkneten. 

Den Teig in eine Kastenform füllen - am besten legt ihr die mit Backpapierstreifen aus (die Form nicht einfetten!). 

Dann den Teig für mindestens zwei Stunden ruhen lassen oder ihr bereitet den Teig abends zu und backt ihn am Morgen, das klappt auch super!

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und das Brot für 20 Minuten backen. Dann das Brot aus der Kastenform stürzen und auf dem Backrost für weitere 50 Minuten backen.


Das Brot vollständig auskühlen lassen, bevor ihr es anschneidet - auch, wenn es so gut riecht, dass ihr direkt vom warmen Brot naschen wollt ;)